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Schweiz steht zu Vanilla Ninja

Fernsehmanager Toni Wachter hält an der Band Vanilla Ninja fest und schickt die estnische Formation für die Schweiz zum Finale des Eurovision Song Contests nach Kiew. Im Zuge des deutschen Charts-Skandals war die Band in der Schweiz ins Gerede gekommen.

Fernsehmanager Toni Wachter hält an der Band Vanilla Ninja fest und schickt die estnische Formation für die Schweiz zum Finale des Eurovision Song Contests am 21. Mai nach Kiew. Im Zuge des deutschen Charts-Skandals rund um sechs Produktionen von David Brandes und seinem Label Bros Music war die ebenfalls von Brandes betreute Band in der Schweiz ins Gerede gekommen.

„Vanilla Ninja ist eine sehr gute Band und sie wird mit einem starken Titel in Kiew an den Start gehen“, sagte der beim Schweizer Fernsehen SF DRS für die Teilnahme am Grand Prix zuständige Toni Wachter dem Boulevard-Blatt „Blick“, hielt sich aber mit weiteren Kommentaren zum Geschehen zurück.

In der Schweiz hatten die Medien im Zuge der aktuellen Manipulationsvorwürfe besonders die Entscheidungsfindung für den schweizerischen Kandidaten aufs Korn genommen: Anstelle eines öffentlichen Votings hatten sich im November 2004 die Unterhaltungschefs der drei schweizerischen Fernsehanstalten einstimmig auf die Band geeinigt. Als Bezug der vier Sängerinnen zur Schweiz reichte aus, dass Produzent Brandes in Basel geboren wurde.

Die Macher beim SF DRS haben sich aber dennoch offenbar rückversichern wollen, was mögliche Manipulationen der heimischen Charts betrifft: So habe man von Media Control und der IFPI schriftlich, dass keinerlei Manipulationsversuche festgestellt wurden.

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