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Schwacher CD-Konsum verhagelt Handleman-Quartal

Der amerikanische Großhändler und Rackjobber Handleman hat sein erstes Geschäftsjahr mit konstanten Umsätzen und steigenden Verlusten beendet. Vor allem die anhaltend schwache Konjunktur im Musikgeschäft habe die Bilanz belastet, so das Unternehmen.

Der amerikanische Großhändler und Rackjobber Handleman hat sein erstes Geschäftsjahr mit konstanten Umsätzen und steigenden Verlusten beendet. Die Einnahmen in den 13 Wochen bis zum 29. Juli beliefen sich auf 240,4 Mio. Dollar und lagen damit nur einen Hauch über den Umsätzen des Vergleichsquartals aus dem Jahr 2005. Gleichzeitig wuchs jedoch der Nettoverlust um 63 Prozent auf 5,94 Mio. Dollar. Vor allem die anhaltend schwache Konjunktur im Musikgeschäft habe die Bilanz belastet, erklärte Chairman & CEO Stephen Strome.

Die Musikumsätze – Handlemans wichtigste Einnahmequelle – sanken im ersten Quartal um 15,7 Prozent auf nur noch 185,8 Mio. Dollar. Die Bruttogewinnmarge des Unternehmens sank im Berichtszeitraum von 16,9 auf nur noch 14,8 Prozent, die laufenden Betriebskosten machen aktuell 23,4 Prozent der Gesamtumsätze aus.

Strome wies bei diesen dürftigen Zahlen darauf hin, dass in den USA die Tonträgerabsatzzahlen im Berichtszeitraum mit mehr als zehn Prozent im Keller lagen, in Großbritannien betrug der Absatzschwund sogar 13 Prozent. Dies habe u.a. daran gelegen, dass es kaum Veröffentlichungen von Top-Künstlern gab und dass die wenigen VÖ-Highlights zudem unter den Erwartungen blieben.

„In den USA lagen die Verkaufszahlen der Top-Ten-Titel 22 Prozent unter denen des Vorjahresquartals“, so Strome. Er erwartet jedoch für den Rest des Kalenderjahres einen Aufschwung durch die angekündigten Spitzen-VÖs und durch die Markteinführung der Games-Konsolen PlayStation 3 und Nintendo Wii.

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