Der erste Teil einer Führungskrise bei der Universal-Division Interscope Geffen A&M (IGA) ist gelöst. Jordan Schur, bislang Co-President von Geffen, verlässt das Unternehmen, um Chef des neuen Joint-Venture-Labels Suretone Records zu werden, das er gemeinsam mit der Universal Music Group gegründet hat und das eng mit IGA zusammenarbeiten wird. Die Zukunft seiner Kollegin Polly Anthony und von A&M-Chef Ron Fair bleibt zumindest offiziell bis auf weiteres unklar.
Suretone wird künftig Bands wie Weezer, The Cure, New Found Glory oder Angels and Airwaves, die neue Band des einstigen Blink-182-Mitglieds Tom DeLonge, betreuen. „Es ist großartig, wieder auf dem angestammten Terrain des Firmeneigentümers angelangt zu sein“, sagte Schur. Der 41-Jährige hatte in den 90ern das Label Flip Records gegründet und stieg nach der Übernahme durch Universal in der Geffen-Hierarchie bis ganz nach oben. Dort teilte er sich zuletzt die Aufgaben mit Co-President Polly Anthony. Da IGA-Chairman Jimmy Iovine seit längerem plant, Geffen und A&M unter gemeinsame Verwaltung zu stellen, kursierten in der Branche zuletzt Gerüchte über Unstimmigkeiten in der Führungsetage.
Diese scheinen nun fürs Erste beigelegt zu sein. Neben der „Verselbstständigung“ von Schur soll Anthony dem Vernehmen nach einen neuen Posten in der IGA-Zentrale übernehmen. Dabei soll sie Iovine direkt unterstellt sein und sich um TV-Deals kümmern. Somit dürfte nun der Weg für Ron Fair frei sein: Der Chef von A&M soll künftig zudem auch die Leitung von Geffen übernehmen.





