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Schrumpfende Marktanteile für US-Fachhandel

Die Verluste im Tonträgerabsatz und die Abwanderung von Kunden zu digitalen Angeboten verschieben das Kräfteverhältnis im US-Handel. Fachhandelsketten und unabhängige Händler leiden am stärksten, Großmärkte und Non-Traditional-Outlets profitieren am meisten.

Die Verluste im Tonträgerabsatz und die Abwanderung von Kunden zu digitalen Angeboten verschieben das Kräfteverhältnis im US-Handel nachhaltig. Fachhandelsketten und unabhängige Händler leiden am stärksten, Großmärkte und Non-Traditional-Outlets (NTO) profitieren am meisten.

Trotz deutlicher Absatzrückgänge ist die Kategorie Handelsketten weiterhin marktbestimmend. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden von Firmen wie Best Buy, Trans World Entertainment, Borders oder Tower Records 163,2 Millionen Einheiten verkauft. Das sind 13,5 Prozent weniger als zur gleichen Zeit vor einem Jahr. Knapp dahinter und mit nur minimalen Verlusten von 2,3 Prozent liegen die großen Einzelhandelsketten wie Wal-Mart oder Target, die 156,7 Millionen Exemplare verkauften.

Enorm zulegen konnte die Handelskategorie NTO, zu der Downloadhändler, E-Tailer, Mailorderfirmen und Direktvermarktungsformen zählen. 46,1 Millionen Einheiten setzten die NTOs in den ersten drei Quartalen ab – ein Zuwachs um 49,2 Prozent. Damit liegen die Sonderverkaufsformen gemessen an den Marktanteilen inzwischen vor den unabhängigen Facheinzelhändlern. Die Indieshops büßten 22,3 Prozent ihrer Verkäufe ein und verbuchten bis zum 1. Oktober nur noch 27,1 Millionen verkaufte Einheiten.

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