Recorded & Publishing

Schmidt-Holtz verordnet Country-Fusion

Mit Rolf Schmidt-Holtz als neuem CEO bei Sony BMG findet nun auch auf dem US-Markt die Integration der beiden Fusionspartner statt. Auf Geheiß der Konzernspitze sollen die beiden Country-Divisionen RCA Label Group und Sony Music Nashville zusammengelegt werden.

Mit Rolf Schmidt-Holtz als neuem CEO bei Sony BMG kommt es nun auch auf dem US-Markt zur Integration der beiden Fusionspartner. Auf Geheiß der Konzernspitze sollen die beiden Country-Divisionen RCA Label Group (RLG) und Sony Music Nashville zusammengelegt werden.

Auch nach dem Merger von BMG und Sony Music arbeiteten die beiden Niederlassungen in der Country-Metropole als eigenständige Firmen weiter; einziges Anzeichen für die Zusammengehörigkeit der Labels war der Umzug der Sony-Music-Belegschaft ins RLG-Gebäude im letzten Jahr.

Nun will Schmidt-Holtz laut einem Memo an seine Mitarbeiter in Nashville „die Ressourcen der beiden Firmen zusammenfassen, um ein gemeinsames Hochleistungsunternehmen“ zu erschaffen, das vor allem „in den Bereichen A&R und Künstlerentwicklung besser aufgestellt sein wird“. Die Country-Tochter wird künftig unter dem Namen Sony BMG Nashville firmieren. Als Chef soll Joe Galante fungieren, der im Moment noch das Zepter bei RLG in den Händen hält.

Die Zukunft von John Grady, President Sony Music Nashville, ist offiziell unklar, doch Insidern zufolge wird er das Unternehmen verlassen. Wie viele Stellen insgesamt von der Umstrukturierung betroffen sein werden, wurde zunächst nicht bekannt. Dass Schmidt-Holtz‘ Wahl auf Galante fiel, überrascht wenig.

In den letzten Monaten verbuchte die RLG mit Top-Acts wie Kenny Chesney, Carrie Underwood, Alan Jackson, Brad Paisley, Martina McBride, Brooks & Dunn und Sara Evans die weitaus besseren Verkaufszahlen als die Künstler bei Sony Music Nashville, wo in der jüngeren Vergangenheit alleine Gretchen Wilson, Van Zant oder Montgomery Gentry für Umsätze sorgten.

Mehr zum Thema