Hip und cool zu sein, ist seine Sache nicht. Eher gehört es zum guten Ton, sich zu davon distanzieren. Die Rede ist vom deutschen Schlager. Dabei erfährt die Musikrichtung weniger Ablehnung als so manch angesagtes Genre. Eine aktuelle Studie zeigt vielmehr die Attraktivität dieses Marktes. In einer Zeit, in der die gemeinsamen Lagerfeuer der Gesellschaft rar geworden sind und oft von Spaltung die Rede ist, gibt es ein Lebensgefühl, das die deutsche Gesellschaft dennoch zusammenbringt: den Schlager. Oft unterschätzt und belächelt erreicht er weite Teile der Deutschen. Dies belegt eine aktuelle Studie von Innofact auf Initiative von Marko Tomazin. Knapp über 70 Prozent der Deutschen hören irgendwie Schlager. Dabei geben 21 Prozent an, Schlager häufig zu hören, während ein Viertel der Deutschen gelegentlich in diese Musikrichtung eintauchen. Der Schlager steht damit auf dem Treppchen der beliebtesten Genres in Deutschland, gleich hinter Pop und Rock.
Schlager – der unterschätzte Markt
In einer von Marko Tomazin, dem einstigen Geschäftsführer von Gute Laune TV, initiierten Studie von Innofact geht es um die wirtschaftliche wie gesellschaftliche Relevanz von Schlager. Exklusiv für MusikWoche präsentiert das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung.





