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Sanctuary verhandelt über Verkauf

Die Sanctuary Group, weltgrößter Musikindie, Künstlermanagement, Veranstalter und Merchandisehändler, bereitet den eigenen Verkauf vor. Man stehe seit einem Jahr in Verhandlungen mit diversen Interessenten, so das Management. Verschiedene Privatinvestoren und die Warner Music Group gelten als die wahrscheinlichsten Käufer.

Die Sanctuary Group, weltgrößte unabhängige Musikfirma, Künstlermanagement, Veranstalter und Merchandisehändler, bereitet den eigenen Verkauf vor. Man stehe seit einem Jahr in Verhandlungen mit diversen Interessenten, gab das Management nun zu. Ein Verkauf des Unternehmens sei zwar keine zwingende Option, hieß es aus der Firmenzentrale in London, doch Beobachter vermuten, dass die beiden Firmengründer, Executive Chairman Andy Taylor und Rod Smallwood, President Artist Services, inzwischen bereit sind, sich von ihren Anteilen zu trennen. Auch TV-Produzent John de Mol, mit 19 Prozent der Anteile der größte Aktionär der Sanctuary Group, gilt als verkaufswillig.

Verschiedene Privatinvestoren und die Warner Music Group gelten als die wahrscheinlichsten Käufer. Auch die anderen Majors sollen mit Sanctuary verhandeln. In den letzten vier Wochen stieg der Kurs der Sanctuary-Aktien um über 20 Prozent, beim derzeitigen Kurs von rund 44 Pence hätte das Unternehmen einen Marktwert von über 161 Mio. Pfund (240 Mio. Euro).

Während die Banker bei Numis Securities einen Verkauf für mehr als 45 Pence pro Aktie befürworten würden, zeigen sich die Analysten von Investec eher skeptisch: Besonders der Status als eigenständige und konzernunabhängige Musikfirma habe Sanctuary zu einem angesehen Marktteilnehmer gemacht. Der Verkauf an einen Major würde das erfolgreiche Geschäftsmodell möglicherweise zerstören.

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