Recorded & Publishing

Sanctuary steigert Umsatz und ordnet Vertrieb

Während Sanctuary Records seit Jahresbeginn über eine neue Vertriebsstruktur verfügt, wuchs der Umsatz der Plattenfirma 2003 gegen den Trend.

Die britische Sanctuary Group glänzte im letzten Geschäftsjahr mit einer Umsatzsteigerung von 28,5 Prozent auf 219 Mio. Euro; der Profit wuchs um 20 Prozent. Auch Antje Lange, die Chefin der deutschen Tochter Sanctuary Records, ist „sehr froh“ über die Firmenentwicklung im vergangenen Jahr. Ihren Angaben zufolge stieg der Umsatz gegen den Trend um drei bis vier Prozent. Zudem verfügt Sanctuary seit Jahresbeginn über eine veränderte Vertriebsstruktur. Demnach teilt sich das Repertoire des Hauptlabels Sanctuary/Castle nach Künstlern auf. Bekanntere Musiker wie Joan Baez, Black Sabbath, Emerson, Lake & Palmer, Alison Moyet, The Kinks, Brian Wilson und die Fun Lovin Criminals wanderten in den Vertrieb von BMG; Nischenthemen wie Gary Jules, Bert Jansch und The Fall verbleiben bei Rough Trade. Bei neuen Künstlern auf Sanctuary/Castle besitzt BMG ein Optionsrecht wie auch bei neuen Veröffentlichungen von Metal-Is. Der Backkatalog des Metal-Labels kommt seit einem Jahr über Soulfood in die Läden. Eine Vertriebsvereinbarung mit Indigo über fünf Alben von Vertical ist jetzt erfüllt. Die Veröffentlichungen des schottischen Folklabels sind nun im Vertrieb von Rough Trade. Das DVD-Programm aus dem Hause Sanctuary vertreibt bereits seit Mitte 2003 komplett BMG. Erstes Sanctuary-Highlight 2004 ist Gary Jules‘ am 16. Februar erscheinendes Album „Trading Snakeoil For Wolftickets“.

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