Recorded & Publishing

Sanctuary öffnet Bücher für potenzielle Käufer

Die Spekulationen über einen Verkauf der finanziell angeschlagenen Sanctuary Group haben neue Nahrung erhalten. Angeblich führen die Briten derzeit Gespräche mit einem Konsortium, in dem Crosby Capital Partners den Ton angibt.

Die Spekulationen über einen Verkauf der finanziell angeschlagenen Sanctuary Group haben neue Nahrung erhalten. Angeblich führen die Briten derzeit Gespräche mit einem Konsortium, in dem Crosby Capital Partners den Ton angibt.

Die in Hongkong ansässigen Investmentbanker sollen zu den Parteien zählen, denen Sanctuary derzeit Einblick in seine Bücher gewährt, will der „Daily Telegraph“ erfahren haben. Mitte Mai hatte die Plattenfirma bestätigt, mehrere Übernahmeangebote erhalten zu haben, offenbarte allerdings nicht, von wem die Offerten stammten. Britischen Medienberichten zufolge zählen auch die Warner Music Group und Universal Music zu den Interessenten.

Mit ihm Boot von Crosby Capital sitzen offenbar die in Dubai ansässige Firma Silk Route Asset Management sowie Music Copyright Solutions (MCS), ein Unternehmen, an dem Crosby Captial eine Beteiligung hält.

Sollte MCS bei dem Deal zum Zuge kommen, könnte sich das vor allem durch den Zugang zum umfangreichen Sanctuary-Katalog sowie eine Stärkung der Künstlermanagement-Sparte bezahlt machen. MCS verwaltet bisher bereits Urheberrechte von Künstlern wie Elvis Presley, Mariah Carey und den Pet Shop Boys. In der Führungsetage des Unternehmens sitzt mit Guy Fletcher ein Songwriter, der auch schon Tom Jones und Cliff Richard Titel lieferte.

Über die Höhe des Angebots von Crosby Capital sind bisher keine Details bekannt. Die WMG soll dem Vernehmen nach bereit sein, bis zu 25 Pence pro Sanctuary-Aktie auf den Tisch zu legen. Die Anteilsscheine der Briten verzeichneten an der Londoner Börse im Tagesverlauf zwischenzeitlich ein Kursplus um gut sechs Prozent auf 17,25 Pence.

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