Die finanziell angeschlagene Sanctuary Group erklärte im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung in London, dass man mit den geplanten Verkäufen von einzelnen Firmenteilen gut vorankomme. Seit November 2006 versucht sich Sanctuary von Bereichen zu trennen, die zu sehr auf die Bilanz drücken.
Unter anderem soll der 49-prozentige Anteil am Label Rough Trade abgestoßen werden. Konkrete Fortschritte nannte die Unternehmensleitung allerdings nicht. Stattdessen kündigte Sanctuary an, dass man die US-Tochter aus Kostengründen weiter trimmen müsse: „Aufgrund der erheblichen Umwälzungen, die derzeit im US-Markt stattfinden und gegen die auch unsere amerikanische Niederlassung nicht immun ist, hat der Vorstand zugestimmt, die Tonträgersparte des US-Geschäfts zu restrukturieren.“
Wie viele Jobs dem Umbau zum Opfer fallen werden, sagte das Management nicht. Klar ist nur: Die Übersee-Division wird sich künftig darauf konzentrieren, das Digital- und Lizenzgeschäft voranzutreiben, bei dem die Margen besser sind. Die bereits veröffentlichten Kataloge sollen weiter ausgewertet werden. Über Neuveröffentlichungen verlor die Firma kein Wort. Damit ist unklar, ob Sanctuary in den USA künftig noch als Frontline-Label aktiv sein wird.





