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Sanctuary-Aktien brechen nach Gewinnwarnung ein

Die Aktien der Sanctuary Group fielen nach einer erneuten Gewinnwarnung an der Londoner Börse um mehr als 30 Prozentpunkte. Grund sind unter anderem Verluste bei Rough Trade. Die Beteiligung Sanctuarys an dem Label soll nun auf den Prüfstand.

Die Aktien der Sanctuary Group fielen nach einer erneuten Gewinnwarnung am 23. November an der Londoner Börse um mehr als 30 Prozentpunkte auf nur noch 6,75 Pence. Das Unternehmen kündigte an, dass die Rough-Trade-Division im laufenden Geschäftsjahr statt den Break-even zu erreichen, Verluste von voraussichtlich 2,8 Millionen Pfund einfahren wird. Zudem habe das neue Sanctuary-Spitzenmanagement weiteren Abschreibungsbedarf in Höhe von 15 bis 18 Millionen Pfund aufgedeckt.

Schon am 22. November hatten die Sanctuary-Papiere um 15 Prozent nachgegeben, als an der Börse ein Paket mit fünf Millionen Aktien des Unternehmens mit Abschlag verkauft werden sollte. Und schon gibt es Spekulationen, dass sich auch die britische Regulierungsbehörde Financial Services Authority (FSA) für diesen großen Deal am Vortag der Gewinnwarnung interessieren könnte.

Sanctuary-Chef Frank Presland gab bekannt, dass das Unternehmen eventuell Vermögensanteile verkaufen will, darunter auch seinen 49-Prozent-Anteil an Rough Trade: „Sobald Sanctuary seine Zahlen für 2006 bekannt gibt, werden wir mögliche Ausschreibungen überprüfen.“ Es sei enttäuschend, dass die Sanierung von Sanctuary durch Altlasten beeinträchtigt werde.

Aber Presland zeigt sich dennoch optimistisch für das kommende Jahr: Er erwartet für alle Kerngeschäftsfelder schwarze Zahlen, so Presland.

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