Schwer enttäuscht zeigte sich die IFPI vom Versäumnis der russischen Regierung, noch vor den nächsten Wahlen eine Urheberrechtsnovelle auf den Weg zu bringen. Die russische Regierung wollte ursprünglich in dieser Woche einen Entwurf neuer Gesetzte zum Schutz geistigen Eigentums verabschieden, hat diesen Termin nun aber verschoben. „Wir sind tief enttäuscht über die Verschiebung“, erkärte IFPI-Chef Jay Berman. „Obwohl die Entwürfe noch nicht komplett ausgereift waren, wären sie ein entscheidender erster Schritt für Russland gewesen, sich internationalen Urheberschutz-Standards anzugleichen.“ Nachdem in Russland im Dezember ein neues Parlament gewählt wird, wird es nun wohl noch eine Zeit dauern, bis der Entwurf wieder auf den Tisch kommt. In Russland werden nach IFPI-Angaben pro Jahr Raubkopien im Wert von 350 Mio. US-Dollar produziert, womit das Land zum zweitgrößten Piratenmarkt nach China wurde.
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