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Run auf illegale Tauschbörsen hält an

Die Klagewelle des US-Branchenverbands RIAA hat bislang keine Auswirkungen auf die Internet-Nutzer: Einer Studie der Marktforscher von BigChampagne zufolge hat sich an der Beliebtheit von Grokster, KaZaA und Co. nichts geändert.

Die Klagewelle des US-Branchenverbands RIAA hat bislang keine Auswirkungen auf die Internet-Nutzer: Einer Studie der Marktforscher von BigChampagne zufolge hat sich an der Beliebtheit von Grokster, KaZaA und Co. nichts geändert. „Es gibt keinen Exodus, das können wir sicher sagen“, bestätigte Eric Garland, Sprecher von BigChampagne. Im Gegenteil: Die Nutzerzahlen im FastTrack-Netzwerk, das unter anderem von KaZaA und Grokster benutzt wird, stiegen im Vergleich zum Vormonat um rund 20 Prozent. „Es ist das Gegenteil von dem passiert, was die RIAA bewirken wollte“, meint Garland. In der ersten Septemberwoche tummelten sich bis zu vier Millionen Nutzer gleichzeitig in den FastTrack-Netzen, in der ersten Augustwoche waren es maximal 3,3 Millionen. Auch das Gnutella-Netz, auf das Dienste wie LimeWire, BearShare oder Morpheus zurückgreifen, war von der Klagewelle zunächst nicht betroffen. Ein RIAA-Sprecher sagte, der Verband gebe auf derartige Erhebungen nicht viel. Vielmehr hätte das Vorgehen der RIAA dazu geführt, dass sich Jugendliche und Eltern über die möglichen Folgen von illegalem Musiktausch Gedanken machen.

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