Unter dem Motto „Deutschland sucht den Superstar“ sind seit dem 16. Juli TV-Spots bei RTL und Viva zu sehen, die für die Teilnahme am Casting werben. Das Vorsingen findet dann unter den Augen einer Prominenten-Jury in mehreren deutschen Städten statt. Die Teilnehmer dürfen nicht jünger als 16 und nicht älter als 28 Jahre sein. Der Gewinner erhält einen Plattenvertrag. Die erste Folge der TV-Show, deren Titel derzeit noch nicht feststeht, soll im Herbst bei RTL ausgestrahlt werden. Sendetag und Sendezeit sind noch offen. Fest steht, dass die TV-Show einmal wöchentlich am Abend laufen wird.
Bei der Suche nach dem musikalischen Partner wählte der Bertelsmann-Sender RTL eine firmeninterne Lösung: BMG Berlin wird die Tonträger des kommenden Superstars veröffentlichen. Vorbild der TV-Show ist das Format „Idols“, das die Produktionsfirmen FreemantleMedia und 19 TV entwickelten und das in England große Erfolge feierte. „Idols“ verzeichnete in der Zielgruppe der 16- bis 34-Jährigen einen Marktanteil von bis zu 72 Prozent. „Idols“-Sieger Will Young verkaufte in der ersten Woche von seiner Debütsingle „Anything“s Possible/Evergreen“ 1,1 Millionen Einheiten.
Der deutsche Ableger wird von Grundy Light Entertainment produziert. RTL und Grundy wollten bereits in der Vergangenheit ein Musik-Doku-Format etablieren, scheiterten aber: „Deine Band“ wurde mangels Zuschauerinteresse im November 2000 vorzeitig abgesetzt. Auch „Teenstars“ (RTL 2/Tresor TV) hatte in den vergangenen Monaten mit durchwachsenen Zuschauerzahlen zu kämpfen. Christian Wolff, Geschäftsführer von BMG Berlin, ist trotzdem zuversichtlich: „Ich glaube fest daran, dass das Konzept funktioniert. Es hebt sich von bisherigen Formaten deutlich ab und hat auch einen sehr hohen Entertainment-Faktor.“ Mit der ersten Veröffentlichung des neuen Superstars rechnet Wolff Ende diesen Jahres oder Anfang 2003, je nachdem, wieviele Folgen die Serie haben wird.






