Der US-Dienstleister RoyaltyShare, der Independentfirmen beim Abrechnen von Onlinetantiemen hilft, expandiert nach Europa. Im Frühjahr 2007 wollen die Kalifornier ihr erstes Büro in London eröffnen, verriet RoyaltyShare-Chairman Bob Kohn dem „Billboard“.
Beim Europastart des Service steht der ehemalige IFPI-Justiziar Allen Dixon beratend zur Seite. RoyaltyShare überwacht für Indies mit seinem webbasierten Programm Digital Advantage alle Transaktionen von gut 35 verschiedenen Verkaufsplattformen, darunter Download- und Abonnementplattformen wie iTunes, Napster, eMusic, Rhapsody, Yahoo! Music, MSN Music, Sony Connect, Audio Lunchbox oder Downloadpunk sowie mobile Absatzkanäle wie Verizon oder Sprint.
Die zumeist völlig unterschiedlich aufbereiteten Verkaufsdaten dieser Händler werden mithilfe von Digital Advantage auf einen einheitlichen Standard gebracht, der Rechteinhabern übersichtliche Informationen zur zügigen Abrechnung verschaffen soll. Gängige Label-Software ist nach Ansicht von Kohn und seinen Partnern dazu meistens nicht in der Lage.
Zu den derzeit rund 40 Kunden des Dienstleisters zählen Plattenfirmen wie Sanctuary, Epitaph, Koch (USA) und Dual Tone. Sie bezahlen für den Service 1,5 Prozent des digitalen Umsatzes, den RoyaltyShare erfasst. Wer also als Label pro Jahr beispielsweise 150.000 Dollar mit digitalen Verkäufen umsetzt, erhält von RoyaltyShare eine Rechnung in Höhe von 2250 Dollar.





