Recorded & Publishing

Roxio bestätigt Kauf von pressplay

Wie musikwoche.de bereits am Montagmorgen meldete, kauft die US-Software-Firma Roxio den von Universal und Sony gegründeten Online-Service pressplay. Dies bestätigte die Firma noch am Montagabend.

Wie musikwoche.de bereits am Montagmorgen meldete, kauft die US-Software-Firma Roxio den von Universal und Sony gegründeten Online-Service pressplay. Dies bestätigte die Firma noch am Montagabend. Roxio hat für 12,5 Millionen Dollar in bar und rund 3,9 Millionen eigener Stammaktien im wesentlichen alle Anteile an pressplay übernommen. Damit entspricht der Kaufpreis etwa 39,5 Millionen Dollar. Vergleichsweise günstig, bedenkt man die 60 Millionen Dollar, die die beiden Majors in die Entwicklung von pressplay investiert hatten. Zudem haben Universal und Sony das Recht, bis zu 6,25 Millionen Dollar aus dem positiven Cash-Flow des neuen Online-Angebots von Roxio zu entnehmen, das unter dem Namen Napster in Zukunft seinen Betrieb aufnehmen soll. Ein Repräsentant der beiden Musikkonzerne wird im Aufsichtsrat von Roxio sitzen, der pressplay-President, Michael Bebel, wird direkt an Chris Gorog, den President & CEO von Roxio berichten. „Mit dem Kauf von Napster haben wir die stärkste Marke im Bereich Online-Musik erworben“, resümierte Gorog. „Mit der Übernahme verfügen wir über die umfassendste, skalierbare und legale Infrastruktur, die wir als Plattform für den Relaunch von Napster einsetzen.“ Er kündigte zudem eine Erweiterung des Funktionsumfanges und der Benutzerfreundlichkeit des neuen Dienstes an, für die sich das Unternehmen die „notwendige Zeit“ nehmen will. Das könne bis zu zehn Monate dauern und werde rund 20 Millionen Dollar kosten, so Gorog, der auch Napster-Erfinder Shawn Fanning in den Umbau einbinden will.

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