Die amerikanische Elektrofachhandelskette Circuit City könnte bald vom Aktienmarkt verschwinden. Die Bostoner Beteiligungsfirma Highfields Capital Management, die sich auf Hedge Fonds spezialisiert hat und bereits rund acht Prozent der Circuit-City-Aktien kontrolliert, will den Anteilseignern 17 Dollar pro Aktie für die Übernahme bezahlen. Das Gesamtgebot liegt somit bei knapp 3,3 Mrd. Dollar. An der Börse wurde diese Nachricht mit zweistelligen Kursgewinnen aufgenommen. Nach Absicht von Highfields soll der schwächelnde Händler künftig als Privatfirma saniert werden – ohne Quartalsdruck von der Wall Street.
In den letzten fünf Jahren schwand der Marktanteil von Circuit City von 11,2 Prozent im Jahr 1999 auf nur noch 8,6 Prozent im Jahr 2004. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich Hauptkonkurrent Best Buy von 13,2 auf 21,9 Prozent Marktanteil. Seit einiger Zeit versucht CEO Alan McCollough das Ruder bei dem seit 1949 bestehenden Unternehmen herumzureißen – bislang ohne nennenswerten Erfolg. In den meisten der 630 Filialen wurde in den vergangenen Jahren auch der Anteil an Entertainmentprodukten stetig erhöht. Mit einem verbesserten Angebot an CDs, DVDs und Games erhoffte sich das Management mehr Kunden. Sollten Vorstand und Aufsichtsrat der Übernahme zustimmen, erwarten Beobachter Entlassungen und Schließungen von unrentablen Niederlassungen.





