Recorded & Publishing

Ringback-Töne sollen die Kassen klingeln lassen

Die sogenannten Ringback-Töne sollen laut Branchenauskünften noch in diesem Jahr mit Vodafone, O2 und Orange den europäischen Massenmarkt erobern.

Die sogenannten Ringback-Töne sollen laut Branchenauskünften noch in diesem Jahr mit Vodafone, O2 und Orange den europäischen Massenmarkt erobern. Mit Ringback-Tönen können Handybenutzer dann entscheiden, mit welcher Musik ihr Handy klingelt, sowie welche Musik Anrufer hören, bevor der gewünschte Gesprächspartner abnimmt oder die Mailbox anspringt. Nachdem sich bereits Klingeltöne als einnahmeträchtige Geldquelle erwiesen haben, geraten nun die Ringback-Tones ins Visier von Plattenfirmen und Mobilfunkbetreibern. In Großbritannien bietet zur Zeit nur T-Mobile eine Service für Ringback-Töne unter dem Namen „Caller Tunes“ an. Auch wenn die musikalische Anruf-Untermalung in Europa noch in den Kinderschuhen steckt, erwarten Branchenkenner den baldigen Durchbruch. Befeuert wird die Aussicht auf Gewinne mit dem Ringback-Geschäft durch Meldungen der SK Telekom in Korea, die damit 2003 immerhin 59 Mio. Pfund umsetzte. Plattenfirmen zeigen sich begeistert von der Aussicht auf eine neue Geldquelle. Einen Vorteil der Ringbacks in Zeiten der Piraterie beschreibt Craig Barrack, Gründer von Mobile Networking: „Die Labels lieben es, weil die Inhalte auf dem Mobilfunknetz liegen und deshalb nicht raubkopiert werden können.“ Potenzielle Abnehmer für die Ringback-Tones sind in erster Linie Kinder und Jugendliche zwischen elf und 24 Jahren. Das Handy sei inzwischen für Kids „wichtiger als der Führerschein“, meint Marshal Cohen, Chef-Marktforscher der NPD Group Inc. Dementsprechend investiert die junge Zielgruppe ihr Taschengeld auch immer weniger in Kleidung und immer mehr ins Handy. Davon hoffen auch alle am Ringback-Geschäft beteiligten Firmen zu profitieren.