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Ricke baut Telekom um

Konzernchef Kai-Uwe Ricke will offenbar die Deutsche Telekom neu aufstellen, um Rivalitäten zwischen den einzelnen Sparten aufzulösen. Dabei stehen auch die beiden konzernintern konkurrierenden Download-Modelle im Fokus.

Konzernchef Kai-Uwe Ricke will die Deutsche Telekom AG umbauen, um Rivalitäten zwischen den einzelnen Sparten aufzulösen. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ will Ricke das noch von seinem Vorgänger Ron Sommer geschaffene Säulen-Modell mit den Bereichen T-Com (Festnetz), T-Online (Internet), T-Mobile (Mobilfunk) und T-Systems (IT-Dienstleistungen) neu aufstellen. Dabei stehen auch die beiden konzernintern konkurrierenden Download-Modelle im Fokus: Während T-Online mit seinem Projekt Musicload bereits verschiedene Partner finden konnte, setzt mit CTS Eventim bislang erst ein Partner auf die Branchenplattform Phonoline aus dem Hause T-Com. Hatte es noch im März geheißen, dass Musicload im Laufe der Zeit auf Phonoline umgestellt werden sollte, so steht derzeit eher Phonoline in der Kritik. Trotzdem bleibt T-Online-Chef Thomas Holtrop offenbar nicht Mitglied des Telekom-Vorstands, den Ricke verkleinern will. Übergreifend will Ricke offenbar das Unternehmen in die Bereiche Privat- und Geschäftskunden aufteilen und einzelne Sparten fusionieren. Um Geschäftskunden soll sich demnach die neu geschaffene Abteilung Flächenvertrieb Deutschland kümmern, die Teile von T-Com und T-Systems bündelt.

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