“Es ist ein kompletter Wahnsinn, dass man sich von Ken Berry getrennt hat“, kritisierte Branson, Multimillionär und Ballonfahrer, EMI-Chef Alain Levy im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Carlton. „Das war ein schwerer Schlag für Virgin und EMI; die Künstler sind über seinen Rausschmiss gar nicht glücklich.“ Ken Berry war bis zum Chairman und CEO von EMI Recorded Music; seine Karriere im Musikgeschäft begann er in den frühen Siebzigern im Londoner Westend an der Seite von Richard Branson, in dessen Konzern er es bis zum CEO von Virgin Records brachte.
Sein früherer Chef hält es nun für einen „üblen Fehler“, dass sich Lévy von Berry trennte. Und er verhehlte nicht sein Bedauern, dass er seinerzeit Virgin verkauft hat: „Ich hätte Virgin Records sehr gern behalten, aber ich brauchte dringend Geld für meine Virgin Airlines. Unser Konkurrent British Airways schreckte damals in seiner Kampagne gegen uns vor keinem schmutzigen Trick zurück, und dann brachte auch noch der Golfkrieg einen Einbruch des Fluggeschäfts mit sich.“ Als Ersatz für Virgin hat sich Branson dann V2 geleistet, und auch mit dieser Firma, die sich in den vergangenen Monaten aufgrund der schlechten Konjunktur von vielen Mitarbeitern trennte, zeigt sich Branson zufrieden: „Wir haben ein feines Team mit hervorragenden Managern in jedem Territorium.“ In Frankreich hatte V2 zum Beispiel Erfolge mit Künstlern wie Isabelle Boulay und Billy Crawford. Dem philippinischen Sänger überreichte Branson im Carlton eine Goldene Schallplatte für sein aktuelles Album.






