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R.I.C. legt Geschäftsbericht vor und will Personal abbauen

Im Oktober nahm die R.I.C. Electronic Communication Services, das Joint Venture aus Interfunk und Ruefach, die operative Geschäftstätigkeit auf. Außerdem gab die Fachhandelskooperation das Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt.

“Wir sind davon überzeugt, dass das Joint Venture unsere Mitglieder weiter stärken wird“, sagt Dr. Karl Bernhard Hillen, Sprecher der R.I.C.-Geschäftsführung. Die Kooperation erwartet für das erste Geschäftsjahr, das am 1. Oktober begann, einen Außenumsatz von bis zu 6,7 Milliarden Mark. Die R.I.C. rechnet dabei mit Innenumsätzen ihrer rund 2900 Mitglieder mit 3390 Fachgeschäften von mehr als drei Milliarden Mark.

Mit ihren Erwartungen orientiert sich die Gesellschaft an den Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahrs: Zum Außenumsatz von 3,145 Milliarden Mark steuerte Interfunk bei einem Plus von 3,8 Prozent 2,025 Milliarden Mark bei, Ruefach bei einem Minus von 5,9 Prozent 1,12 Milliarden Mark. Laut Hillen schlage die nachlassende Konjunktur allerdings deutlich auf den Handel durch.

Die sechs zentralen Geschäftsbereiche der R.I.C. betreut ein vierköpfiges Geschäftsführungsgremium mit Arnold Groten (Zentrale Dienste), Peter Keller (Ware und Logistik) und Werner Winkelmann (Marketing und Services, Informationstechnologie und E-Business); Hillen konzentriert sich als Sprecher der Geschäftsführung auf Koordination und Kommunikation. Den Bereich der Unterhaltungssoftware leitet Wolfgang Scheerer.

Die Zentrale der R.I.C. nimmt ihren Sitz in Ditzingen. Die Gesellschaft will die Zahl ihrer derzeit rund 400 Mitarbeiter in der Zentrale bis zum Sommer 2002 um rund 20 Prozent auf 320 senken. Allerdings seien keine Entlassungen geplant. Allein rund 80 Ulmer Ruefach-Mitarbeiter wollen laut Firmenangaben nicht nach Ditzingen wechseln. Im Marketingbereich setzt R.I.C. weiter auf die beiden Händlermarken Red Zac und Master’s. Auch im Internet will die Kooperation ab Herbst 2002 mit zwei Shops ins Geschäft eingreifen.