Mitten hinein in die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts verschickt der US-Tonträgerverband RIAA wieder Klagen gegen Unbekannt. 751 neue „Max Mustermänner“ müssen sich nun wegen mutmaßlich illegalem Filesharing verantworten. Nicht die Personen selber, sondern nur deren IP-Adressen sind zunächst bei diesem Vorgehen betroffen. In der Folge müssen die RIAA-Anwälte nun die Eigentümer dieser Onlineanschlüsse bei den Internet Service Providern ermitteln.
Normalerweise reicht die RIAA ihre Klagen immer zum Ende eines Monats ein, doch im Zuge der konzertierten Aktion „Holiday Blitz“, die die RIAA derzeit gemeinsam mit dem Filmverband MPAA durchführt, sollen Amerikaner zusätzlich vom Bezug illegaler Entertainmentware abgeschreckt werden. Neben den 751 neuen IP-Adressen legte die RIAA weitere 105 Namen von identifizierten Filesharern vor, die sich bislang nicht mit den Plattenfirmen auf einen Vergleich einigen wollten.
Inzwischen sind es 856 Beschuldigte, die das Versöhnungsangebot – meist verbunden mit einer Strafe zwischen 3.000 und 4.000 Dollar – ausschlugen. Sich gegen den Verband zu wehren, wagten indes erst wenige. In einer der ersten tatsächlichen Verurteilungen wurde jüngst eine 29-Jährige zur Zahlung einer Strafe in Höhe von 22.5000 Dollar verdonnert.





