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RIAA verschickt Klagen an weitere 717 P2P-Nutzer

Das Katz-und-Maus-Spiel der Musikindustrie mit den Nutzern von P2P-Systemen geht in die nächste Runde. Der US-Verband RIAA verklagte nun weitere 717 Einzelpersonen wegen mutmaßlicher Urheberrechtsvergehen.

Das Katz-und-Maus-Spiel der Musikindustrie mit den Nutzern von P2P-Systemen geht in die nächste Runde. Der US-Verband RIAA verklagte nun weitere 717 Einzelpersonen wegen mutmaßlicher Urheberrechtsvergehen. Inzwischen verschickt die RIAA ihre Klagen im Monatsturnus, diesmal auch wieder an Studenten. 9,5 Prozent der Beklagten – oder 68 Personen – haben ihre Downloads über die breitbandigen Netzwerke von 23 Universitäten verarbeitet, so die RIAA.

Die Studenten von heute seien die Führungskräfte von morgen, begründete RIAA-Syndikus Steven Marks das Vorgehen. Sie müssten deshalb lernen, welche Folgen der Diebstahl von urheberrechtlich geschützten Werken hat. Insgesamt zog die RIAA seit dem Start der Klagen im September 2003 nun 8421 Personen vor den Kadi. Der Verband muss dabei weiterhin mit den so genannten Max-Mustermann-Klagen gegen Unbekannt vorgehen. Nach dem Spruch eines US-Berufungsgerichts vom 4. Januar sind Internet Service Provider nicht dazu verpflichtet, die Identität ihrer Kunden bei potenziellen Verstößen gegen das Urheberrecht preiszugeben.

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