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RIAA-Strategie bleibt in der Kritik

Während die RIAA weiter auf eine harte Haltung gegenüber Filesharern setzt, häufen sich die Stimmen derer, die dem juristischen Feldzug keine Chance geben. Durch die Klagen des Branchenverbands sei die Nutzung in den P2P-Netzen nicht gesunken, so die Kritiker.

Während die RIAA weiter auf eine harte Haltung gegenüber Filesharern setzt, häufen sich Stimmen, die dem Feldzug keine Chance geben. Durch die Klagen des Branchenverbands sei die Nutzung von P2P-Netzen nicht gesunken, so die Kritiker. Laut den Marktforschern von BigChampagne ist die Aktivität in den Netzwerken heute sogar geringfügig höher als vor der Klagewelle der RIAA. Demnach nutzen derzeit über 23 Mio. Menschen die Tauschbörsen. Die Botschaft, dass das Downloaden von Musik aus nicht-lizenzierten Quellen illegal ist, sei „zweifellos angekommen“, konzediert Eric Garland. „Doch jetzt ist es an der Zeit, an diesem Punkt anzusetzen. Man darf den Leuten nicht immer wieder mit der gleichen Drohung kommen, sonst schalten sie ab.“ Der BigChampagne-Chef sieht erste Abnutzungserscheinungen in der Tatsache, dass die RIAA-Klagen es kaum noch in die Schlagzeilen schaffen.

Doch Verbands-President Cary Sherman will weiter machen: „Wir verbreiten unsere Botschaft nun unter den Studenten. Auch wenn wir weniger Berücksichtigung in den Massenmedien bekommen, so besetzen wir doch die Headlines in lokalen Blättern und Studentenzeitungen.“ An den Universitäten sieht die RIAA ihre Mitglieder am stärksten bedroht. „Wir haben in vier Jahren ein Drittel unseres Umsatzes verloren“, so Sherman. „Wenn Sie ums Überleben kämpfen, kümmern Sie sich eben weniger um die eigene Beliebtheit. Wenn wir tatenlos zugesehen hätten, wäre der Schaden heute noch größer.“

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