Wie vor ein paar Wochen angekündigt, hat der US-Tonträgerverband RIAA damit begonnen, massenhaft Abmahnungen an Internet-Nutzer zu verschicken, die verdächtigt werden, mit illegalen Soundfiles zu handeln. Amerikanische Medien berichten, dass bislang 871 Abmahnungen verschickt wurden, pro Woche kämen weitere 75 hinzu. Die RIAA nutzt eine für sie günstige Rechtssprechung, die ihr erlaubt, von Internetprovidern die Übermittlung von personenbezogenen Daten von verdächtigen Surfern zu verlangen. Dem Urteil war ein jahrelanger Rechtsstreit vorangegangen, da sich die Provider zunächst weigerten, die Daten herauszugeben. Die Welle an Abmahnungen hat auch die Bürgerrechts-Organisation Center for Democracy and Technology auf den Plan gerufen. „Es sieht nicht so aus, dass die RIAA nur ein paar kleine Fische verfolgen will“, kommentierte Alan Davidson, Sprecher des Zentrums. Sicher ist, dass der US-Verband den gerichtlichen Behörden eine Menge Arbeit macht: Nach Informationen musste das U.S. District Court in New York, wo die Abmahnungen zentral einlaufen, zusätzliche Kräfte von anderen Abteilungen zu sich holen, um den Papierberg zu bewältigen.
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