Die amerikanische Musikwirtschaft verzeichnete im Jahr 2004 einen Aufwärtstrend: Die Mitglieder des Branchenverbands RIAA lieferten 5,3 Prozent mehr CDs an den Handel aus als noch im Vorjahr. Nach Wert bedeutet das ein Plus von 2,7 Prozent. Damit verbuchte die US-Branche den ersten Anstieg nach einem vierjährigen Negativtrend. Über alle Formate steigerte die Branche ihre Auslieferzahlen um 4,4 Prozent auf 814,1 Mio. Tonträger. Die höchsten Zuwächse gab es bei den DVD-Verkäufen: Hier stieg die Zahl der an den Handel gelieferten Einheiten um 66 Prozent, nach Umsätzen legte das Format um 51,8 Prozent zu.
Erstmals zählte die RIAA bei diesen Zahlen auch die digitalen Verkäufe mit: Insgesamt wurden in diesem Segment 139,4 Mio. Tracks und 4,5 Mio. Alben verkauft. „Es hat eine ermutigende Entwicklung im vergangenen Jahr gegeben“, erklärte RIAA-CEO Mitch Bainwol. „Die gesteigerte öffentliche Aufmerksamkeit für die neuen Vertriebsmöglichkeiten von Musik haben der Industrie einen neuen Ansporn gegeben.“ Er räumte aber ein, dass der Handel mit digitalen Formaten noch nicht sein wahres Potenzial erreichen konnte. Die Piraterie bleibe auch weiterhin die Plage der Musikindustrie.






