Der US-Musikindustrie-Verband RIAA will offenbar mit einer speziellen Software gegen illegale Musiktauschbörsen vorgehen. Die technische Vorgehensweise gleicht dabei Methoden, wie sie auch Hacker, beispielsweise beim kürzlich im Netz grassierenden Wurmvirus Code Red, anwenden. Findet das Programm im Internet ein illegal angebotenes Musikstück, fordert es einen Download des entsprechenden Stückes an. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, wobei der Download extrem langsam vonstatten geht, so dass der Anbieter faktisch für andere User blockiert ist. Die RIAA selbst gab keinen Kommentar zu den entsprechenden Berichten ab. Unterdessen wurde allerdings bekannt, dass der Verband im Rahmen der Beratungen zum Anti-Terror-Gesetzespaket des US-Kongresses versuchte, eine Regelung zu erreichen, die derartige Vorgehensweisen praktisch legalisiert hätte. Das nach den Terroranschlägen verabschiedete Gesetz sieht vor, Angriffe auf Computer, die einen Mindestschaden von 5000 Dollar verursachen, als Verbrechen zu ahnden. Die RIAA wollte dagegen eine Ausnahmeregelung erreichen, um mit Computerblockaden die Verbreitung urheberrechlich geschützten Materials verhindern zu können. Dies lehnten die Abgeordneten ab.
RIAA mit Hacker-Methoden gegen Tauschbörsen
Der US-Musikindustrie-Verband RIAA will offenbar mit einer speziellen Software gegen illegale Musiktauschbörsen vorgehen.





