Die amerikanische Tonträgerindustrie hat sich mit StreamCast Networks, dem Betreiber des P2P-Systems Grokster, außergerichtlich geeinigt. Allerdings nicht im Streitfall Grokster, sondern in der Frage eines Onlineradios, das StreamCast nie in Betrieb genommen hatte. Die Recording Industra Association of America hatte StreamCast vorgeworfen, mit einer Musikdatenbank für ein geplantes Onlineradio Urheberrechte verletzt zu haben. Tausende von digitalisierten Musiktiteln seien in den Jahren 1999 und 2000 unrechtmäßig auf den Servern der kalifornischen Firma abgespeichert worden. Nun einigten sich beide Parteien ohne einen Reichterspruch.
Laut StreamCast-CEO Michael Weiss sei die Vergleichssumme „lächerlich niedrig“ gewesen, die RIAA zeigte sich jedoch mit der Schlichtung dieses Streits zufrieden. Ungeachtet dessen, werden sich Vertreter beider Seiten ab nächster Woche in Washington D.C. wiedersehen. Dann beginnt vor dem Obersten Gerichtshof der USA die Anhörung in der Revisionsklage der Entertainmentbranche gegen die Betreiber der beiden P2P-Tauschbörsen Morpheus und Grokster.





