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RIAA erreicht Meilenstein bei Piratenverfolgung

Die RIAA trägt einen Sieg im Kampf gegen die Musikpiraterie davon: US-Richter Denny Chin verfügte, dass Internet Service Provider (ISPs) künftig die Identität von Nutzern illegaler Tauschbörsen preisgeben müssen.

Der amerikanische Branchenverband RIAA trägt einen Sieg im Kampf gegen die Musikpiraterie davon: US-Richter Denny Chin verfügte, dass Internet Service Provider (ISP) künftig die Identität von Nutzern illegaler Tauschbörsen preisgeben müssen. Zum Präzedenzfall diente ein Verfahren gegen Cablevision als Anbieter von Breitbandinternetanschlüssen in New York, New Jersey und Conneticut. Chins Entscheidung ermöglicht es der RIAA nun, die Identität von Urheberrechtsverletzern bei den ISPs einzufordern, bevor Anzeige gegen Unbekannt vor Gericht erstattet wird. Bisher war zunächst eine so genannte Max-Mustermann-Klage Voraussetzung dafür, die Identitäten der Rechtsverletzter ermitteln zu können. Allerdings stellte Chin auch klar, dass nur die Vorlage handfester Gründe die namentliche Nennung der betreffenden Internetuser rechtfertigen könne. Auch wenn Chins Entscheidung in anderen US-Staaten nicht bindend ist, wird von ihr eine starke Signalwirkung erwartet.

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