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RIAA beendet ein DJ-Drama

Die Polizei in Atlanta hat im Auftrag des US-Tonträgerverbands RIAA zwei namhafte HipHop-DJs festgenommen, die im Verdacht stehen, illegale Geschäft mit Mixtapes gemacht zu haben. Die Ermittler konfiszierten bei der Razzia Zigtausende CDs.

Die Polizei in Atlanta hat im Auftrag des US-Tonträgerverbands RIAA zwei namhafte HipHop-DJs festgenommen, die im Verdacht stehen, illegale Geschäft mit Mixtapes gemacht zu haben. Beschuldigt werden Tyree Simmons alias DJ Drama und Donald Cannon alias DJ Don Cannon.

Simmons hatte erst kürzlich mehrere Preise bei den Mixtape-Awards abgeräumt und galt in Szene-Kreisen als einer der besten seiner Zunft. Ihm wird auch zugute gehalten, mit seinen Mixtapes und Remixes die Karrieren von Rappern wie Young Jeezy, Jim Jones oder Lil Wayne gefördert zu haben. Doch offenbar haben Simmons und Cannon aus ihrer Arbeit unrechtmäßig Profit geschlagen. Die Ermittler konfiszierten bei der Razzia in den Büros der Aphilliates Music Group Zigtausende CDs.

Medienberichte sprechen von 50.000 bis über 80.000 Mix-CDs, die in den Räumlichkeiten von Simmons‘ Firma beschlagnahmt wurden. Die Ware habe einen Handelswert von weit über 250.000 Dollar, hieß es. Zudem stellte die Polizei Computer, Aufnahmegeräte und den Fuhrpark von Aphilliates Music sicher, dem u.a. ein BMW und ein Lamborghini angehörten. Die beiden Hauptverdächtigen blieben vorerst in Gewahrsam, die 17 Mitarbeiter der Firma kamen nach den Verhören wieder auf freien Fuss.

Als DJ Drama hatte Simmons seit gut einem Jahr Geschäftsbeziehungen mit dem Atlantic-Label Grand Hustle und plante eigene Veröffentlichungen.

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