Recorded & Publishing

RIAA attackiert Federal Trade Commission

Kurz vor der Vorstellung eines Reports der US-Federal Trade Commission zum Jugendschutz, wirft die RIAA der Behörde vor, ihr Urteil stütze sich auf „Missverständnisse und Fehlwahrnehmungen“.

Kurz vor der Vorstellung eines Reports der US-Federal Trade Commission zum Jugendschutz, wirft die RIAA der Behörde vor, ihr Urteil stütze sich auf „Missverständnisse und Fehlwahrnehmungen“. Am Mittwoch will die Federal Trade Commission einen Bericht veröffentlichen, in dem die seit dem erzielten Fortschritte der Unterhaltungsindustrie bei der Reform ihrer Marketingpraktiken bewertet werden. Es wird erwartet, dass die Musikindustrie darin wiederholt und im Gegensatz zur Kino- und Videospielbranche heftige Kritik einstecken muss. In einem Brief an die Kommissionsmitglieder kritisiert die Präsidentin der RIAA, Hilary Rosen, dass der Bericht die von der Musikindustrie für einen verbesserten Schutz von Kindern und Jgendlichen vor expliziten Texten nicht angemessen berücksichtigt habe. Rosen hält auch den von der FTD vorgenommen Versuch eines Vergleichs der „Parental Advisory“-Stickern mit den Altersbeschränkungen von Filmen für nicht praktikabel. Vielmehr sollte es in der Entscheidungsbefugnis der Eltern liegen, was für ihre Kinder geeignet sei und was nicht. Außerdem seien die meisten Tonträger mit expliziten Lyrics in einer editierten, unbedenklichen Version erhältlich. Darauf werde in der Werbung auch folgerichtig hingewiesen, was aber nicht mit der gezielten Vermarktung expliziten Materials an Kinder gleichgesetzt werden könne, so wie es die Behörde in ihrem Bericht tue.