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Reznor wirft Universal Übervorteilung seiner Fans vor

Trent Reznor ist sauer. Das ist zwar keine Neuigkeit, immerhin beruht der Erfolg seiner Band Nine Inch Nails auf der Identifikation seiner Fans mit nonkonformistischem Zorn, doch diesmal richtet sich der Ärger Reznors gegen seine Plattenfirma Universal.

Trent Reznor ist sauer. Das ist zwar keine Neuigkeit, denn immerhin beruht der Erfolg seiner Band Nine Inch Nails (NIN) auf der Identifikation seiner Fans mit nonkonformistischem Zorn, doch diesmal richtet sich der Ärger Reznors gegen seine Plattenfirma. Interscope und der Vertrieb von Universal Music ziehen die NIN-Fans über den Tisch, findet der Rocker.

„Jetzt, wo sich das Marktumfeld für Plattenfirmen noch weiter verschlechtert, wollen die Labels ihre zumeist selbst zugefügten Wunden offenbar heilen, indem sie die Konsumenten noch mehr abzocken“, schrieb Reznor kürzlich auf der Band-Website. Bei einem Besuch in Australien in der Veröffentlichungswoche des aktuellen NIN-Albums „Year Zero“ sei ihm aufgefallen, wie gleichgültig Labels mit ihren Kunden umgehen.

In der HMV-Filiale von Sydney wurde „Year Zero“ für 34,99 australische Dollar (21,42 Euro) angeboten. Andere Top-Ten-Alben kosteten zum Teil nur 21,99 Dollar (13,46 Euro). „Das sind absurde Preise. Kein Wunder, dass die Leute Musik klauen.“ Er habe einen Vertriebsmitarbeiter von Universal dazu befragt, erklärt Reznor. Die Antwort, die er erhielt, verärgerte ihn noch mehr. Weil die Band NIN über eine so solide Fanbasis verfügen, könne es sich Universal erlauben, höhere Preise zu verlangen. Der wahre Fan bezahle jeden Preis, während man Pop-Themen günstiger anbieten müsse.

„Das war die beleidigendste Antwort, die ich je erhalten habe“, meint Reznor. Seine Fans würden für ihre Treue bestraft. Als Reaktion veranlasste die Band daraufhin, dass Universal-Mitarbeiter nicht kostenlos zu NIN-Konzerten eingelassen werden.

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