Recorded & Publishing

Resolution des Deutschen Musikverleger-Verbandes – „Protest der deutschen Autoren gegen den Kahlschlag bei den Kreativen“

Der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV), in dem mehr als 400 Mitgliedsunternehmen vertreten sind, verabschiedete eine Resolution, die sich gegen die von der IFPI geplante Reduzierung der Urhebervergütung auf Tonträger richtet. Damit trägt die deutsche Tonträgerindustrie ihre Krise auf dem Rücken der Autoren aus, so der DMV. musikwoche dokumentiert die Resolution im vollen Wortlaut:

“Mit Empörung und Unverständnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass die deutsche Tonträgerindustrie in einer Nacht- und Nebelaktion die Lizenzen für CD-Verkäufe und für andere wichtige Teile des Tonträgermarktes bis zu 40 Prozent auf Kosten der Autoren streichen will. Es gibt keinen Grund, die prozentuale Beteiligung der Autoren, die seit über 10 Jahren verankert ist, zu kürzen. Das ist keine Partnerschaft, sondern Willkür.

Wir fordern die Vertreter der deutschen Tonträgerindustrie auf, sich ihrer großen Verantwortung für die Musik in Deutschland bewusst zu werden und die Schöpfer der musikalischen Werke nicht um ihre Existenz zu bringen, nur um ihre eigenen Gewinne zu verbessern. Denn wo keine Songs sind, gibt es auch keine Tonträger. Schon jetzt erhalten die Musik-Autoren von einem CD-Preis von ca. 14,- Euro knapp einen Euro für ihre kreative Leistung. Das ist schon an der Grenze der Zumutbarkeit und darf nicht noch weiter unter das Existenzminimum gedrückt werden.

Die Tonträgerindustrie wird aufgefordert, zu ihrer Gesamtverantwortung für die kulturelle Vielfalt in Deutschland zurückzukehren.“