Bei 14 Prozent Singles-Marktanteil lag Urban/Def Jam in Kalenderwoche 29. Dieser Wert dürfte durch den Charts-Einstieg von Loona in dieser Woche (Platz elf) sogar noch steigen. „Mit diesem Ergebnis haben wir als einzelne Universal-Tochter einen größeren Marktanteil als so mancher Konzern“, kommentiert Temur gegenüber musikwoche.de. Bislang lag Urban immer bei einem Anteil von über zehn Prozent, mittelfristiges Ziel seien 15 Prozent.
Weniger gut lief es dagegen für Urban/Def Jam bisher in den Longplay-Charts. Traditionell als Singles-Firma agierend, hatte es die Firma – oder Op-Co, wie die Konzerntöchter bei Universal intern heißen – nicht immer leicht, sich gegen die starke Konkurrenz aus dem eigenen Haus zu behaupten. „Wir waren die Op-Co mit dem schwächsten internationalen Künstlerstamm“, so Temur. Verständlich, dass da selten höhere Marktanteile als vier Prozent im Albumbereich möglich waren. Zwar habe man durch gezielte Auswahl aus dem Teil des internatioanlen Universal-Katalog, der nicht einer bestimmten Op-Co zugeordnet ist, Achtungserfolge mit Acts wie Lambretta (Schweden), Vanessa Amorosi (Australien) oder demnächst Taty (Russland) erzielen können.
Aber Marktkontinuität im LP-Sektor sei erst jetzt, nach der konzerninternen Repertoire-Umschichtung, zu erwarten (siehe unten). Einige potenzielle Top-Ten-Künstler liegen nun nämlich in der Obhut von Urban/Def Jam. Temur rechnet deshalb künftig mit einem Anteil von über fünf Prozent.
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Neue Künstler bei der Urban/Def Jam Label Group
Von Mercury (Def Jam): Ashanti, Beanie Sigel, Cam’ron, Christina Milian, DMX, Dru Hill, Ja Rule, Jay-Z, Kelly Price, LL Cool J, Ludacris, Method Man, Montell Jordan, Noreaga, Redman, Sisqo
Von Polydor (MCA): Common, K-Ci & JoJo, Mary J. Blige, Rayvon, Res, Shaggy, The Roots






