Universal-Chef Tim Renner traut dem Branchenportal PhonoLine einen Raketenstart zu: Während konservative Schätzungen dem Online-Geschäft drei Jahre nach dem Launch einen Marktanteil von 15 Prozent vorhersagen, prognostizierte Renner der „Welt am Sonntag“: „Optimistische Menschen wie ich rechnen sogar mit 30 Prozent des Gesamtumsatzes.“ Gleichzeitig sorgt sich Renner allerdings um das geistige Eigentum, und plaudert aus der Schule: „Mir wird angst und bange, wenn die engagierte Englisch-Lehrerin meiner Tochter den Schüler, der ein CD-ROM-Lernprogramm hat, auffordert, dieses zu kopieren und in der Klasse zu verteilen. Und als meine Tochter dagegen Einspruch erhebt, wird sie ärgerlich und sagt: ‚Das machen doch alle‘.“ Wenn dies der Status Quo in der Gesellschaft sei, so Renner, „dann haben wir auch in Zukunft eine generelles Problem mit dem geistigen Eigentum“. Vor diesem Hintergrund verteidigte Renner auch die rechtlichen Schritte der US-Branche: „Was Diebstahl ist, muss auch bestraft werden.“ Außerdem äußerte sich Renner in seinem zweiten binnen weniger Tage veröffentlichten Zeitungs-Interview zum Merger zwischen Sony und BMG sowie der Preisgestaltung: „Größe ist wichtig, der größte zu sein nicht“, meinte Renner angesichts der dicht an Marktführer Universal heranreichenden Marktmacht einer fusionierten Sony BMG. In einem schwächelnden Markt brauche man „eine gewisse Größe, um Kosten zu sparen“. Zudem sei der CD-Preis zwar in den vergangenen 20 Jahren nominal konstant geblieben, inflationsbedingt aber real um 50 Prozent gesunken: „Eigentlich müsste die CD heute 36 Euro kosten“, meinte Renner.
Renner sorgt sich um geistiges Eigentum
Universal-Chef Tim Renner traut dem Branchenportal PhonoLine einen Raketenstart zu. Gleichzeitig wird ihm allerdings angesichts des gesellschaftlichen Status Quo in Fragen des geistigen Eigentums „angst und bange“.






