Recorded & Publishing

Renner sieht Chancen in unabhängigen Strukturen

Tim Renner sieht angesichts der Krise im Musikgeschäft gute Chancen für unabhängige Firmen. Auch Geld für Investitionen in Musik sei noch vorhanden. Gleichzeitig gesteht Renner aber auch ein eigenes Scheitern ein.

Der von seiner Weltreise heimgekehrte Tim Renner sieht angesichts der Krise im Musikgeschäft gute unternehmerischen Chancen für unabhängige Firmen. Gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ erklärte der frühere Chef von Universal Music Deutschland, die Bedingungen für die tatsächliche Unabhängigkeit kleiner Labels seien besser denn je. Vor allem die Bereiche Produktion und Distribution sieht Renner als potenziellen Motor der Szene, da sie dank digitaler Techniken preiswert wie nie zuvor seien. Aber auch finanziell gebe es noch Spielraum: „Da draußen gibt es jede Menge Geld“, sagt Renner. Zwar könne nicht jede kleine Firma auf die Suche nach Investoren gehen, aber wenn man sich zusammenschließe und „Paketgespräche“ führe, dann wimmele es nur so von willigen Anlegern.

Auch zu seinem Abschied von Universal bezieht Renner Stellung: „Mit so einer Entscheidung mag man zwar hoffen, dass die andere Seite traurig zu Boden guckt und man seine Interessen doch noch durchsetzen kann“, sagt Renner der „FR“. „Die Wahrheit ist aber, dass ein Abschied billigend in Kauf genommen wurde und ich mein eigenes Scheitern in dieser Sache eingestehen musste.“

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