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Renner prophezeit Ende des Mainstreamradios

Der Geschäftsführer von Motor FM, Tim Renner, glaubt nicht an das Radio in der bestehenden Form. Stattdessen seien bereits Prozesse der Veränderung im Gange.

Tim Renner glaubt nicht an das Radio in der bestehenden Form. Stattdessen sieht der Betreiber der Plattform für regionale Musikwirtschaft bereits Prozesse der Veränderung im Gange.

„Der Markt für das Mainstreamradio wird vorbei sein“, erklärte der Renner in einem Gastbeitrag bei „Spiegel Online“. „Das Angebot der marktführenden Mainstreamradiosender wird längst durch Tausende von Podcasts und Internetradiostationen untergraben“, führte er als Beleg für die Veränderung in der Radiolandschaft an.

Auch wenn die Sender sich aus Furcht vor steigender Mitbewerberzahl gegen die für 2012 geplante Komplettumstellung auf digitale Ausstrahlung sperren, werde die sich Digitalisierung ihren Weg suchen, vermutet Renner.

„Die Musikwirtschaft hat das schon erleben müssen“, verweist Renner auf das Beispiel der Tonträgerindustrie, die sich vehement gegen den Verkauf einzelner Stücke gewehrt habe: „Da kein legaler Download angeboten wurde, besorgte sich der Konsument die Innovation von Gnutella, Limewire und Co. Die Instrustrie verlor binnen fünf Jahren fast die Hälfte ihres Volumens.“

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