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RealNetworks und SanDisk paktieren gegen Zune und iTunes

RealNetworks will nicht tatenlos zusehen, wie Microsoft mit seiner Zune-Plattform eine Technologie auf den Markt bringt, die das geschlossene System von iTunes und iPod imitiert. Zusammen mit dem Playerhersteller SanDisk will RealNetworks einen Gegenentwurf etablieren.

Die als Softwareunternehmen und Downloadverkäufer bekannte US-Firma RealNetworks will nicht tatenlos zusehen, wie Microsoft mit seiner Zune-Plattform eine Technologie auf den Markt bringt, die das geschlossene System von iTunes und iPod imitiert. Zusammen mit dem Playerhersteller SanDisk will RealNetworks nun einen Gegenentwurf etablieren, der bereits zum Weihnachtsgeschäft zumindest in den Vereinigten Staaten marktreif sein soll.

Grundlage des Konzepts ist die neu entwickelte Softwareplattform Rhapsody DNA, die ein nahtloses Zusammenspiel der SanDisk-Player mit dem Rhapsody-Onlineangebot von RealNetworks garantieren und beide Firmen künftig unabhängiger von Microsoft machen soll. „Der Umstand, dass eine Firma für den Player, eine andere für die Software und eine dritte für den Musikservice verantwortlich ist, führt dazu, dass es im Zusammenspiel nicht immer nahtlos funktioniert“, erklärt Dan Sheeran, Senior Vice President of Music bei RealNetworks.

Der kalifornische Hardwarehersteller ist nur ein erster von mehreren potenziellen Partnern, die Rhapsody DNA einsetzen werden. SanDisk wird zunächst seine aktuelle Geräteserie e200 auf das Rhapsody-Erbgut umprogrammieren. Die Player kommen dann als Sansa Rhapsody in den Handel und werden vorab mit 32 Stunden Musik aus den Beständen aller vier Majors und der führenden Indies bespielt sein. Die DNA-Software, die sich auf das RealNetworks-DRM Helix stützt, wird Kunden interessante Zusatzfunktionen bieten können: Im Zusammenspiel mit dem Aboangebot Rhapsody To Go lernt das SanDisk-Gerät, welche Musik der Nutzer bevorzugt und lädt diese auf den Player.

Derzeit verfügt der Musikdownloadservice über mehr als 1,625 Mio. zahlende Dauerkunden. Diese können jedoch weiterhin ihre bisherige Hardware nutzen, weil RealNetworks die Kompatibilität zu Microsofts PlaysForSure aufrechterhält.

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