RealNetworks konnte das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn abschließen. Zudem operiert das Unternehmen nach der Schlichtung mit Microsoft sehr profitabel. In den drei Monaten, die mit dem 31. Dezember endeten setzte RealNetworks 83,6 Mio. Dollar um – 15 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Musik, der Hauptumsatzbringer bei Real, legte um 29 Prozent auf 26,1 Mio. Dollar zu. Mit einem Plus von 52 Prozent wuchs das Games-Geschäft noch stärker auf 15,7 Mio. Dollar.
Die Video- und Software-Sparte schrumpfte indes um zehn Prozent auf 22,6 Mio. Dollar Umsatz. Im vierten Quartal kam das Unternehmen auf einen Nettogewinn von 295,6 Mio. Dollar, der hauptsächlich auf die Beilegung eines Rechtsstreits mit Microsoft zurückzuführen ist. RealNetworks erhielt im Rahmen der Schlichtung 478 Mio. Dollar in bar und diverse Sachleistungen zugesprochen. Im Vorjahresquartal bilanzierte Real noch einen Verlust von einer Mio. Dollar.
Für das gesamte Jahr 2005 meldet der digitale Medienvertrieb Umsätze in Höhe von 325,1 Mio. Dollar – 22 Prozent mehr als 2004. Das Musikgeschäft trug 97,5 Mio. Dollar dazu bei, was einer Steigerung von 50 Prozent entspricht. Die Games-Umsätze stiegen in dieser Zeit um 63 Prozent auf 56,3 Mio. Dollar, während die Sparte Video/Software um zwei Prozent auf 95,0 Mio. Dollar sank. Der Nettogewinn für das Gesamtjahr liegt bei 312,3 Mio. Dollar, 2004 waren es erst 23 Mio. Dollar. Auch hier schlägt der Microsoft-Bonus zu Buche.
Zum Jahresende konnte RealNetworks Barreserven in Höhe von 781,3 Mio. Dollar vorweisen. Insgesamt nutzen 2,25 Mio. Dauerkunden die Angebote des Unternehmens, wobei der Löwenanteil der Abonnentenschar mit 1,4 Mio. Nutzern auf das Musikgeschäft entfällt.





