Recorded & Publishing

Real World fördert musikalische AIDS-Selbsthilfe

Mit dem AIDS-Benefiz-Album „Spirit Of Africa“ nehmen zahlreiche Musiker aus Afrika, unterstützt von Real World Records und dem Mercury Phoenix Trust, den Kampf gegen die todbringende Krankheit auf: 25,3 Millionen Afrikaner leben mit dem Virus.

Ein Umstand, der Real-World-Boss Peter Gabriel wütend macht: „Von den westlichen Hilfsorganisationen wurde eine komplette Generation Afrikaner bereits abgeschrieben. Das ist pervers angesichts der Gier von Pharmafirmen, die ihre Medikamente gegen HIV zum dreifachen des hiesigen Preises in Afrika verkaufen. ‚Spirit Of Africa‘ soll zum einen Geld sammeln und zum anderen für eine breite Aufklärung in Afrika sorgen. Das funktioniert dort am effektivsten über Tanz, Theater und Musik.“ Deshalb habe man für die Songs des Albums ausschließlich afrikanische Musiker wie Youssou N’Dour, Papa Wemba, Tama und Ayub Ogada gewählt, die in ihren Ländern Nationalhelden sind.

Gemeinsam mit dem Queen-Manager Jim Beach und dem Mercury Phoenix Trust, der nach dem AIDS-Tod des Queen-Sängers Freddie Mercury gegründet wurde, hat Real World Records das Projekt „Spirit Of Africa“ ins Leben gerufen. „Die Vitalität der Afrikaner und ihrer Musik ist trotz der bedrohlichen Ausmaße von AIDS ungebrochen. Wir westlichen Musiker haben durch den musikalischen Geist Afrikas so viel Inspiration bekommen, dass es ob der katastrophalen Auswirkungen von AIDS in Afrika höchste Zeit ist, etwas zurückzugeben. Auch wenn es nur einen Tropfen in einem großen Ozean bedeutet, wir werden das mit diesem Projekt durch unsere logistische und idealistische Hilfe tun“, so Gabriel weiter.

Um für eine möglichst breite Zirkulation des Albums zu sorgen, werden Real World Records und Virgin Records London ein paar hundert Exemplare in afrikanischen Ländern kostenlos verteilen. „Es wäre unfair, in einem Kontinent Geld dafür zu verlangen, in dem sich die meisten Menschen nicht mal eine gesundheitliche Basisversorgung leisten können“, sagt Guy Hayden, Product Manager Real World bei Virgin Records London. Der Verkauf des Albums wird in Europa durch eine breite Anzeigenkampagne unterstützt. In Deutschland wird es zusätzlich Features in „Tomorrow“, „Tools 4 Music“, „WOM Journal“ und der Tagespresse geben.