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Real will Apple mit Rhapsody Konkurrenz machen

In den Markt für digitalen Musikvertrieb kommt Bewegung: RealNetworks startet nun mit einem Abo-Modell namens RealOne Rhapsody, das Song-Downloads für 79 US-Cent bietet.

In den Markt für digitalen Musikvertrieb kommt Bewegung: RealNetworks startet nun mit einem Abo-Modell namens RealOne Rhapsody, das Song-Downloads für 79 US-Cent bereithält. Damit bietet RealOne Rhapsody seinen Kunden die derzeit günstigsten Preise für das Brennen einzelner Songs. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Abonnement, das monatlich 9,95 Dollar kostet. Zwar würde man über das aus dem 36 Mio. Dollar teuren Zusammenschluss von Real und Listen.com hervorgegangene Angebot auch gern einzelne Tracks an interessierte Nutzer ohne Abo verkaufen, allerdings fehlen dem Unternehmen dazu laut Vice President Dave Williams die entsprechenden Lizenzvereinbarungen mit den Rechteinhabern. Über die verfügt dagegen Mitbewerber Apple mit seinem iTunes Music Store. Die Datenbank von RealOne Rhapsody umfasst nun über 330.000 Titel, für gut 200.000 davon besitzt das Unternehmen auch Brenn-Lizenzen. Obwohl der Rhapsody-Dienst laut Kritikermeinung einfach zu benutzten ist, konnten seine Entwickler bei Listen.com nach Analysten-Schätzung bislang nur rund 100.000 Abos an die Nutzer bringen. Das soll sich nun über eine bessere Vermarktung, etwa in Kooperation mit Sites von Billboard und Rolling Stone, sowie über die schiere Zahl der weltweit verfügbaren RealPlayer bessern.

Gleichzeitig plant Real anscheinenden den schleichenden Rückzug aus den bisherigen Geschäftsbeziehungen mit MusicNet: So will Real einen Vertriebsvertrag mit MusicNet beenden und künftig nur noch als Technik-Provider für das Angebot auftreten. Real-Chef Rob Glaser legte zudem bereits sein Amt als MusicNet-Chairman nieder.

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