Recorded & Publishing

Razzia im australischen Kazaa-Büro

Ermittler der australischen Tonträgerindustrie haben die Büros der Tauschbörse Kazaa nach Beweisen für Urheberrechtsverletzungen durchsucht.

Ermittler der australischen Tonträgerindustrie haben die Büros der Tauschbörse Kazaa nach Beweisen für Urheberrechtsverletzungen durchsucht. Zuvor holten sich die beteiligten Plattenfirmen einen Durchsuchungsbefehl eines Oberlandesgerichts, das sich dazu auf ein als Anton Pillar bekanntes, sehr selten gebrauchtes Gesetz berief, das es den Klägern in zivilrechtlichen Urheberrechtsprozessen gestattet, auf eigene Faust Beweise zu sammeln. Außer dem Kazaa-Büro durchsuchten die Ermittler auch die Wohnhäuser von zwei Mitarbeitern des Kazaa-Betreibers Sharman Networks, drei Universitäten und mehrere Büros von Internet Service Providern. Mit den gewonnen Erkenntnissen wollen die Plattenkonzerne am Dienstag eine Klage gegen die Tauschbörse einreichen. „Damit geben wir den australischen Internetpiraten klar zu verstehen, dass das Spiel für sie aus ist“, erklärte Michael Speck, Chef der Anti-Piraterie-Abteilung des australischen Branchenverbands. Bei Kazaa zeigte man wenig Verständniss für die Razzia: „Diese Aktion war eine außerordentliche Verschwendung von Zeit, Geld und Mitteln, für ein Thema, mit dem sich US-amerikanische und holländische Gerichte bereits seit 18 Monaten in aller Breite und Genauigkeit beschäftigen“, sagte ein Sprecher.

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