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Ray Charles dank Grammys endlich auf Platz eins

Acht Grammys waren nötig, um Ray Charles nach 43 Jahren wieder ein Nummer-eins-Album in den USA zu bescheren. Der Rummel um die Preisgala verhalf seiner posthum veröffentlichten Duettplatte zu einer Verdreifachung der Verkäufe. Da können die lebenden Stars nicht mithalten.

Acht Grammys waren nötig, um Ray Charles nach 43 Jahren wieder ein Nummer-eins-Album in den USA zu bescheren. Der Rummel um die Preisgala verhalf seiner posthum veröffentlichten Duettplatte zu einer Verdreifachung der Absatzzahlen. 224.000 Amerikaner kauften „Genius Loves Company“ bis zum 20. Februar, was der CD den Sprung von Rang 15 an die Spitze ermöglicht. Dort war Charles zuletzt im Jahr 1962 mit „Modern Sounds in Country & Western Music“. Insgesamt verkaufte das Label Concord allein in den USA bisher 2,4 Mio. Kopien von „Genius“. Position zwei sichert sich Green Day mit 202.000 Exemplaren von „American Idiot“, gefolgt von The Game, dessen „The Documentary“ weitere 131.000 Käufer fand.

Von 14 auf vier steigt die Capitol-Compilation „Grammy Nominees 2005“, die 116.000 Fans fand. Ushers „Confessions“ steigen von zehn auf fünf mit 110.000 verkauften Units auf dem Konto. Dagegen rutschen die Spitzenreiter der letzten Woche auf Platz sechs ab: 3 Doors Down setzte nur noch 105.000 Stück von „Seventeen Days“ ab. Dahinter zeigt sich Amerikas neuer Soulstar John Legend langlebig: „Get Lifted“ verkaufte weitere 91.000 Einheiten; 13.000 Stück weniger reichen Eminems „Encore“ für Rang acht.

Auf den folgenden Plätzen sorgte die Grammy-Verleihung für zusätzliche Verschiebungen. Maroon 5 – zuletzt auf Position 22 – kehrt mit 78.000 verkauften Kopien von „Songs About Jane“ in die Top Ten zurück. Kelly Clarksons „Breakaway“ vervollständigt mit 76.000 Exemplaren die Spitzengruppe. Richtig gut zulegen konnten u.a. noch Alicia Keys, die mit „The Diary Of Alicia Keys“ von 47 auf elf klettert, Kanye West, dessen „College Dropout“ von 99 auf 33 steigt, oder U2, die mit „How To Dismantle An Atomic Bomb“ von 34 zurück auf 20 sind.

Doch all der Grammy-Rummel reichte in der Summe nicht aus, um die guten Verkaufszahlen der Valentinstagswoche zu wiederholen. Die Zahl der über den Handel verkauften Alben sank im Vergleich zur Vorwoche um 2,3 Prozent oder 300.000 Stück auf 12,7 Mio. Insgesamt setzte die US-Branche seit Jahresanfang 77,4 Mio. Alben ab – 10,5 Prozent weniger als zur gleichen Zeit im Jahr 2004.

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