Recorded & Publishing

Raubkopierende Yoga-Schule fliegt auf

Den Strafverfolgern ist erneut ein Fang unter Musikpiraten gelungen. Eine überregional vernetzte Yoga-Schule machte mit Raubkopien Umsatz im großen Maßstab und flog nun auf.

Den Strafverfolgern ist erneut ein Fang unter Musikpiraten gelungen. Eine überregional vernetzte Yoga-Schule mit Sitz im Raum Stuttgart machte mit Raubkopien Umsatz im großen Maßstab und flog nun auf. Dank den Ermittlungen und der Anzeige der Hamburger proMedia GmbH, deren Inhaber der einstige Bundesverbandsjustiziar Clemens Rasch ist, konnte die Polizei bei Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten 1600 schwarzgebrannte CDs und einen PC sicher stellen. Als Täter wurde ein Paar identifiziert, das Raubkopien in Paketen zu je 96 Stück für mehrere hundert Euro verkauft hatte. Die Betreiber der Yoga-Schule hatten den Vertrieb ihrer Piratenware auch über den eigenen Standort hinaus organisiert. Kopiert wurde nach ersten Ermittlungsergebnissen nicht von Original-CDs, sondern von bereits kopierten CDs. Obendrein spielten die Täter die Musik öffentlich in ihrer Yoga-Schule ab und brachen dadurch zusätzlich das Urheberrecht. Über die Höhe der Strafe wird nun ein Gericht entscheiden. „Raubkopieren ist risikoreich: Unsere Ermittler sind fast überall“, folgert Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, daraus.