“Kommerzielle Musikpiraterie dominiert große Bereiche des globalen Musikmarktes. Dieser illegale Handel finanziert die organisierte Kriminalität und beflügelt die Korruption“, berichtete IFPI-Chairman und -CEO Jay Berman bei der Vorstellung des Piraterie-Reports am 22. Juli in London. 35 Prozent aller weltweit verkauften CDs sind demzufolge Raubkopien. Damit sei das weltweite Geschäft mit illegalen CDs im Jahr 2003 um vier Prozent gewachsen – immerhin die geringste Wachstumsrate seit vier Jahren. Auch die Verbreitung illegaler CDs hat sich laut IFPI verlangsamt. Der Verband verbucht dies als Erfolg verschärfter Strafverfolgung. Der IFPI-Bericht appelliert vor allem an zehn Regierungen, verstärkte Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen zu ergreifen – darunter China und Russland, die die Pirateriestatistik anführen. Die IFPI fordert wirksame Gesetzgebungen, abschreckende Urteile gegen Musikpiraten und Regeln für das Brennen von CDs.
Raubkopien überschreiten laut IFPI-Report Milliardengrenze
Am 22. Juli stellte die IFPI ihren jährlichen Piraterie-Report vor. Demnach erreichten weltweite Verkäufe von CD-Raubkopien mit 1,1 Mrd. Stück einen neuen Rekord. Das Geschäft mit illegaler Musik umfasste 2003 ein Volumen von 3,6 Mrd. Euro.






