Konzertimpresario Fritz Rau hat die Teilnehmer des MBA-Seminars „Die Zukunft von Live Entertainment“ am 1. Dezember in der Alten Oper in Frankfurt/Main mit einer Keynote-Rede voller persönlicher Erfahrungen und Anekdoten mitgerissen. Rau sparte nicht an Kritik und forderte eine Erneuerung der von ihm so genannten Unterhaltungskultur.
So kritisierte er das Festhalten mancher an der Grenze zwischen E- und U-Musik und vor allem deren Bewertung durch die GEMA einerseits und Kulturpolitiker und -beamte andererseits. Auch an Fernsehformaten wie „Big Brother“ ließ Rau kein gutes Haar: Diese seien „menschenverachtend“, selbst Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ gehören laut Rau „in diesen Zusammenhang“.
Zudem sei es nicht länger einzusehen, warum kulturelle Vergnügungen einiger Privilegierter wie die Bayreuther-Festspiele mit Steuergeldern unterstützt würden. In den 90er-Jahren sei es schließlich bereits möglich gewesen, für frei finanzierte Konzerte wie das der Drei Tenöre im Münchner Olympiastadion Karten für damals noch 1800 Mark zu verkaufen.
Die Seminarteilnehmer dankten Rau für seinen engagierten Vortrag mit Standing Ovations und minutenlang anhaltendem Applaus.






