Recorded & Publishing

Ras Kass zieht gegen Priority vor Gericht

Der US-Rapper Ras Kass verklagt die Plattenfirmen Priority, Capitol und EMI sowie zwei ihrer Angestellten wegen eines seiner Meinung nach skrupellosen Vertrags.

Der US-Rapper Ras Kass verklagt die Plattenfirmen Priority, Capitol und EMI sowie zwei ihrer Angestellten wegen eines seiner Meinung nach skrupellosen Vertrags. Der HipHopper wirft den Firmen, und im Speziellen dem VP A&R von Priority, Wendy Goldstein, sowie dem Executive VP von Priority/Capitol, Andrew Shack, unter anderem Vertragsbruch, unfaire Behandlung und Sabotage seiner Veröffentlichungen vor. Er fordert die Annulierung seines Vertrags und Schadensersatz. Ras Kass, mit bürgerlichem Namen John Austin, hatte 1995 einen Vertrag über eine Platte bei Priority unterschrieben, mit der Option auf fünf weitere Veröffentlichungen. Die Klageschrift erklärt, Priority habe es im Jahr 1996 versäumt, das Debütalbum „Soul On Ice“ und zwei Jahre später den Nachfolger, „Rassassination“, angemessen zu promoten. Zudem wirft Austin den Priority-Kräften Goldstein und Shack vor, seine Karriere heimtückisch sabotiert zu haben und prangert betrügerische Abrechnungspraktiken seiner alten Plattenfirma an. So habe er während der neun Jahre bei Priority insgesamt lediglich 100.000 Dollar erhalten. Die Klageschrift kritisiert dabei generell die Vertragsbedingungen der Plattenindustrie und bezeichnet Austins‘ Vertrag als „skruppellos“.