Um die mögliche Einführung einer Radioquote für deutschsprachige und neue Titel ist es in den letzten Monaten still geworden. Da kommt eine gemeinsame Initiative der Musikverbände gerade recht: Ein Radio Tag soll am 12. Juni die Forderung wieder in die Schlagzeilen und ins Bewusstsein der Verantwortlichen bringen. Der Start der Quotendiskussion hatte auf der Popkomnm. 2002 mit einem Paukenschlag begonnen: Der damalige Staatsminister für Kultur und Medien, Dr. Julian Nida-Rümelin, stellte sich in seiner Keynote hinter die Forderung der Verbände nach einer 50:50-Quote für neue und deutschsprachige Titel. Doch in den Monaten danach wurde es wieder still: Radiovertreter sahen in der Forderung einen Angriff auf ihre Freiheit, Politiker erklärten sie je nach Lager für problematisch oder wünschenswert. Der Radio Tag am 12. Juni im Berliner Café Moskau könnte ein großer Schritt zurück in eine breite Diskussion sein: „Zurück zur musikalischen Vielfalt!“ lautet die Forderung der Organisatoren vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, dem Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, der GEMA und dem Deutschen Musikverleger-Verband. „Der Status Quo ist frustrierend: Neue Künstler haben kaum noch eine Chance, auf den grossen Servicewellen gespielt zu werden. Stattdessen rotieren nur wenige Hits“, beklagt Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, die Situation mit deutlichen Worten. Für die Keynote konnten die Macher des Radio Tags den frechen Hamburger Kabarettisten und Musiker Götz Alsmann gewinnen.
Radio Tag soll Quotendiskussion in Schwung bringen
Um die mögliche Einführung einer Radioquote für deutschsprachige und neue Titel ist es in den letzten Monaten still geworden. Da kommt eine gemeinsame Initiative der Musikverbände gerade recht: Ein Radio Tag soll am 12. Juni die Forderung wieder in die Schlagzeilen und ins Bewusstsein der Verantwortlichen bringen.






