Das US-Unternehmen Handleman sorgt bei seinem ersten Auftritt auf dem europäischen Markt für Ärger: Der Rackjobber, der ab April 2007 als Partner der britischen Handelskette Tesco deren bisherigen Dienstleister E.UK ablöst, forderte zunächst schriftlich eine fixe Listungsgebühr in Höhe von 10.000 Pfund oder umgerechnet rund 14.800 Euro von den Tonträgervertrieben. Die Summe sei jährlich zu zahlen und nicht verhandelbar, heißt es.
Bei Tesco gibt man sich überrascht: Man habe von diesem Vorgehen nichts gewusst, war zu hören. Nun wolle man die Angelegenheit zunächst intern prüfen.
Derweil schaltet sich der Phonoverband BPI ein, der ebenfalls schriftlich von Handleman informiert wurde. Vor allem kleinere Firmen würden von den Listungsgebühren hart getroffen, mahnte ein BPI-Sprecher: „Solche Gebühren von unabhängigen Labels zu erheben kann die Auswahl der Konsumenten nur beschränken, und wir verurteilen solche Praktiken.“





