Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ soll zum alljährlichen Ereignis werden. Dem musikalischen TV-Moderator schwebt eine deutsche Version des renommierten italienischen Festivals von San Remo vor, bei der sich die Topstars der deutschen Popbranche miteinander vor Publikum messen. „Der Song Contest soll kein einmaliger Spaß sein, sondern eine feste Institution werden“, verriet der Musiker, Produzent und TV-Mann dem „Spiegel“. Raab wünscht sich ein „jährliches Zusammentreffen der Crème de la Crème der deutschen Popszene“. Und nach dem Debüt, das derzeit allabendlich bei Pro Sieben zu bewundern ist, soll sich künftig auch die Reputation der Teilnehmer steigern. Raab will mit Kandidaten wie Xavier Naidoo oder Herbert Grönemeyer in der ersten Musik-Liga spielen.
Den Segen der Branche habe er laut „Spiegel“ so gut wie sicher, seine TV-Show „tv total“ sei schon jetzt das Charts-Katapult schlechthin in der deutschen Medienlandschaft. Die erste Ausgabe des „Bundesvision Song Contest“ gilt daher als Testlauf für den Ausbau des musikalischen Großprojekts. Doch schon heute loben Plattenfirmen den „tv total“-Faktor: „Die Ausschläge bei Charts und Verkäufen sind nach Auftritten bei Raab regelmäßig gewaltig“, berichtet UDD-Promotionchef Michael Kucharski. Und Alexander Maurus, Managing Director Marketing bei Warner Music GSA hebt Raab sogar auf eine Stufe mit Gottschalk: „‚tv total‘ ist heute neben,Wetten, dass…?‘ die wichtigste Vermarktungsplattform der deutschen Musikbranche.“
Die Hoffnungen auf ein „deutsches San Remo“ bei den Labels scheinen groß, gilt es doch künftig, mehr deutschen Nachwuchs am Markt zu etablieren. „Wenn Raab es auf diesem Weg schafft, jährlich einem halben Dutzend deutscher Pophoffnungen zum Durchbruch zu verhelfen, hätte er tatsächlich Grund, sich die Krone als Heilsbringer des deutschen Musikgeschäfts aufzusetzen“, findet Mark Löscher, Marketingleiter bei Four Music. Doch Raab geht es nicht nur um die Ehre, auch der Profit soll stimmen. Mit Raab Records, seinem Label, das als Tochter von Raab TV zur Hälfte der Produktionsfirma Brainpool gehört, und seinem Verlag Roof Groove wertet er seine Erfolge als Produzent, Komponist und Interpret selbst aus. Auch die CD zum „Bundesvision Song Contest“ mit den Songs aller Teilnehmer erscheint bei Raab Records.






